Reflektion

Spuren im Sand – von Margaret Fishback

«Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Als das letzte Bild an meinen Augen vorbeigezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebenswe- ges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten mei- nes Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn: «Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?»
Da antwortete er: «Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.»